My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Mit dem Packen habe ich schon früh begonnen, und natürlich war es viel schwieriger, als jegliches Kofferpacken zuvor – wie packt man ein ganzes Jahr seines Lebens – und noch dazu ein so aufregendes – in ein paar Kisten? Was muss mit nach Hause, was muss eingelagert werden, was sollte man wegwerfen? Ganz klar, mein Biohefter und meine Geschichtsbücher mussten mit, dann auch noch diverse Bücher und Romane für Französisch, Englisch und Deutsch. Und die Geige! Die musste ja wieder bei Handgepäck und Hauptgepäck mit eingerechnet werden … In der Woche vor Abreise sah unser Zimmer im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Saustall aus: Umzugskisten und grosse Mülltüten lagen überall herum, Kleider stapelten sich auf dem Fußboden und auf dem Schrank und mein Stuhl stand wahlweise am Fußende meines Bettes oder im Flur. Mottenkugeln und Luft-Entfeuchter hatte ich mir im nahegelegenen Supermarkt besorgt, und meine großen Kisten von Secondyears bekommen. Meine Zimmernachbarinnen lobten mich für meine effiziente “Pack-Organisation”, und auch mein Geschichtslehrer, der unser Zimmer mal kontrollierte, war beeindruckt. Ich glaube, nach so vielen Flügen hat man den Dreh irgendwann raus … :) Am Ende passte alles, was ich brauchte, ganz knapp in den Koffer, und auch meine Kisten waren bis an den Rand gefüllt, und so war ich viel zu früh für die Zimmerkontrolle bereit. 

Leere Wände und Schränke verstärken das Gefühl des Endlich-Los-Wollens um das Dreifache, scheint mir. So verbrachte ich noch so viel Zeit wie möglich mit meinen Freunden an der frischen Luft. Besonders mit den Secondyears wollte ich noch so viel Zeit wie möglich verbringen, und so saß ich regelmäßig mit einem Bananensmoothie oder einem Keks in der Hand bei jemand anderem auf dem Bett, hörte mir Geschichten und Ratschläge an und genoss die letzten Tage mit unseren graduates. Oft passierte es, dass wir plötzlich anfingen, zusammen zu lachen, bis uns die Tränen kamen – und dann wegen dem näher rückenden Abschied ein wenig zusammen weinten. Schließlich wurden immer schnell erneut Erinnerungen ausgepackt, die uns wieder zum Lachen brachten … die letzte Woche war irgendwie schon eine emotionale Achterbahnfahrt für uns alle in LPC. Auch die Lehrer sah man immer öfter zusammen mit den Secondyears. Eine große Chance hatten wir Firsties aber immer noch, um den Secondyears gemeinsam zu danken: die Firstyearshow.

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