My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Dieser Mittwoch war wirklich ein ausgesprochen schöner Tag. Mein erstes Fach war Geschichte, dann gab es einen kleinen Mathetest, frühes Mittagessen und dann ging’s mit dem ganzen Block an den Strand – und Block 1 kam auch gleich mit. Ziel war der Trio Beach in Sai Kung, dem Hafenviertel Hongkongs, in dem wir mit unserer Tutorengruppe auch schon mal Abendbrot gegessen haben, und in dem es so viele Fischerstände gibt. Ich hätte ja nicht gedacht, dass man in Hongkong tatsächlich einfach so an den Strand gehen kann, aber das Wasser war weitestgehend sauber, es gab Bademeister, Duschen …. alles, was eben so an einen städtischen Strand gehört.

Dabei war von der Stadt an sich weit und breit nichts zu sehen: hohe grüne Berge umstellten die Bucht, kleine weiße Segelboote und ein paar Fischerboote trieben mehr oder weniger ziellos im Wasser, und kleine grüne Hütten waren am Ufer zu erkennen. Das Schwimmareal war vom Rest der Bucht mit großen Netzen abgeschirmt worden – angeblich wegen möglichen Haiangriffen (obwohl laut Julie der letzte Haiangriff in Hongkong in den 70er Jahren stattgefunden hat), aber wahrscheinlich ist der Grund eher der, dass man Müll davon abhalten will, vom Strand aus in die Bucht hinauszutreiben oder an Land gespült zu werden. Im Schwimmareal gab es zwei kleine Schwimminseln, auf denen man sich ausruhen konnte. Das Wasser war für eine Außentemperatur von 29°C vergleichsweise warm – zumindest, wenn man an die Ostsee gewöhnt ist. Für unsere Latinos und Afrikaner war es trotzdem eisig! Wir blieben den ganzen Nachmittag lang am Strand – die Felsen am Ufer wurden erkundet, es gab Eis am Stiel und unsere Jungs spielten Rugby und Fußball. Erst am frühen Abend fuhren wir mit der Fähre wieder zurück – alle müde und mit Sand in den Haaren, aber mit einem sehr sehr glücklichem Lächeln auf den Lippen :) Auf der Busfahrt zurück zum Campus fuhren wir dicht am Wasser vorbei und Julie zeigte uns weit hinten im Wasser eine kleine Insel. “Sie wird Hundeinsel genannt,” erklärte sie, “weil dort alle ihre Hunde aussetzen. Du bekommst einen Hund zu Weihnachten und willst ihn nicht? Na, dann gibst du ihn einem Fischer und er bringt ihn zur Insel.” Manche Hunde leben dort wohl seit Jahren – zum Glück gibt es eine kleine private Organisation, die regelmäßig Essen vorbeibringt.

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