My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Tun als ob

CNN hat jetzt zehn Regeln veröffentlicht, an die man sich halten soll, um als “Hong Kong Local” durchzugehen. Hier werden die besten für euch zusammengefasst – und auf den Prüfstand gestellt! Viel Spaß beim Lesen und Lernen! :)

Regel Nr.1 – Wenn man mit dem Taxi den Hafen überqueren will, sollte man das deutlich signalisieren. Dabei wird die Hand nicht nur gerade ausgestreckt, sondern mit der Hand eine Wellenbewegung nachgeahmt. Das werde ich das nächste Mal, wenn ich ein Taxi brauche, ausprobieren. Am Ende spart das einem hoffentlich die Diskussion mit dem (kaum Englisch sprechenden) Fahrer, ob er denn sein gewohntes Territorium verlassen möchte – vor allem für Ausländer können Zielangaben ohnehin schwierig werden, da sie die wenigsten Orte und Straßennamen richtig aussprechen können. 

Regel Nr.2 – Beenden Sie jeden Satz, egal ob in Englisch oder einer anderen Sprache mit dem Kantonesischen Suffix – la. Zum Beispiel: “Hong Kong is so awesome-laaaa!” -La, -ar, -wor und -gar funktionieren auch. Falsch! Falsch, falsch, falsch! Genau über diese angebliche Gewohnheit regen sich alle Locals an LPC immer auf: wir Ausländer haben das -la nämlich schon Anfang des Jahres mit Freude in unseren “Wortschatz” aufgenommen und jetzt werden die Locals es nicht mehr los. Tatsächlich markiert es einen wohl nur umso mehr als Touristen.

Regel Nr.3 – Essen ist wichtig, aber das Essen zu fotografieren? Wichtiger! Nicht selten sieht man in Restaurants und Cafés gezückte iPhones, die gut zehn Fotos von ein und derselben Person mit ein und demselben Wackelpudding machen – weil der ja “soooo süß aussieht”! Und am Ende landen die natürlich alle bei Facebook. Bevor man also in den Kuchen beißt, sollte man vorher noch fragen: “Will jemand ein Foto machen?” Dazu muss ich nicht viel hinzufügen – es ist wirklich ziemlich auffällig! ;)

Regel Nr.4 – Wenn es zum Trinkgeld kommt, ist es sehr einfach, den Hongkonger zu spielen – entweder gibt man wenig, oder gar keines. Trinkgeld zu geben hat eher den Zweck, lästiges Kleingeld loszuwerden, als dem Kellner etwas Gutes zu tun: Bei einem 500HKD Menü (etwa 50 €) gibt man also (wenn überhaupt), vielleicht 5.5o HKD extra. Diese Gewohnheit konnten mir die Locals von LPC bestätigen – obwohl die wenigsten hier überhaupt in richtige Restaurants gehen; Starbucks, McDonalds, Dim Sum und Hotpot sind viel beliebter. 

Regel Nr.5 – Man hält andere nicht auf, um keinen Preis. Besonders in der MTR ist Eile angesagt. Der Trick ist, seine Fahrkarte so früh wie möglich bereit zu halten, damit man nur noch elegant durch den Schalter hindurch “gleiten” muss. Dass man genügend Geld auf seiner Karte gespeichert hat, sollte man vorher überprüfen: es gibt nichts schamvolleres, als sich durch die Schlange einen Weg zurück zu bahnen, um seine Fahrkarte mit Geld aufzuladen. Da kann ich nur zustimmen – aber je länger man in Hong Kong wohnt, desto schneller wird man in der MTR auch. Und ab einem bestimmten Punkt heißt es in der Innenstadt dort auch: Karte raus, Ellenbogen raus – und durchboxen.

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