My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Diese Show war einfach unglaublich! Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Gefühle vielleicht noch größer waren, als bei ECE! Insgesamt dauerte das Spektakel zwar nur etwas mehr als eine Stunde, atemberaubend war es trotzdem – besonders durch die Vielfalt an Tänzen! Salsa, Cumbia, Tango – alles war dabei. Begonnen hat es, wie immer mit einem Eröffnungstanz: die Jungen trugen Strohhüte, bunte Hemden und helle Hosen, die Mädchen bunte Tops und Blumenröcke. Da wurden schon am Anfang ordentlich die Hüften geschwungen, die Hände in der Luft gedreht und die Mädchen über die Knie der Jungen gehoben… Auf jeden Fall ein guter Einstieg für den Rest der Show!

Wie üblich, erzählte auch dieser Kulturabend eine Geschichte: eine Gruppe Gangster war in den USA untergekommen und hatte die Nase der Freiheitsstatue [Foto] gestohlen. Nun wollten sie damit nach Lateinamerika fliehen – allerdings gab es da leider ein paar Richter, die erst noch darüber entscheiden mussten, ob die vier auch ja lateinamerikanisch genug seien. Dafür wurde getanzt und geboxt – und am Ende wurden sie akzeptiert. Zu dumm nur, dass die Nase in Wahrheit ein Bombe der USA war! Was sollte man tun? Kurzerhand wurde beschlossen, die Bombe nach Spanien zu schicken – damit wäre man die zum einen los, und zum anderen hätte es den Vorteil, dass man nie wieder erklären müsse, warum die Spanier zum Lateinamerikanischen Kulturabend dazu gehören (da gibt es wohl jedes Mal wieder große Diskussion drum, schließlich ist Spanien in Europa.

Als es eben darum ging, zu beweisen, dass man lateinamerikanisch ist, ließen sich unsere Latinos ganz schön was einfallen: da gab es eine Wrestling-Szene, für die die Bühne extra mit ordentlich Matratzen gepolstert wurde, und nach der wurde noch eine Runde Capoeira, eine brasilianische Kampfsportart, tänzerisch vorgeführt. Dafür übten unsere Jungs und Mädchen am Pool noch bis zur letzten Minute vor der Performance Handstand, Rad und langsame Fußtritte.

Besonders beeindruckend war auch die Tango-Darbietung unserer Latinos und Latinas. Die rot-schimmernden Röcke, die an einer Seite etwas länger waren, als auf der anderen, hatten wir in stundenlanger Handarbeit selbst genäht, auch die Rosen im Haar wurden am späten Abend zurechtgeschneidert. In rotem Licht, zu eleganter Musik, wurde nun also getanzt. Jedes Paar hatte einen Stuhl zur Verfügung, auf dem so allerlei Kunststücke vorgeführt wurden. Was ich persönlich sehr schön fand, war, dass so viele tatsächliche Paare in diesem Tanz beteiligt waren – das brachte noch eine ganz andere und viel intensivere Stimmung auf die Bühne – und man konnte als Zuschauer tatsächlich selbst so ein Kribbeln im Bauch spüren ;)

Natürlich durften lateinamerikanische Tanzklassiker wie Salsa und Cumbia auch nicht fehlen. Cumbia ist ein Paar-Tanz aus – wer hätte’s gedacht – Kolumbien, den man ursprünglich jedoch nicht zu zweit, sondern im Kreis tanzte. Für Cumbia hatten wir gigantische schwarze Röcke mit buntem Seidenband am Rand genäht – das hat wegen der Größe der Röcke zwar ewig gedauert, aber dafür gab’s für die Röcke am Anfang sogar noch extra Applaus. Für Salsa betraten die Mädchen in bunten, glitzernden Kleidern die Bühne, gefolgt von den Jungen in  dunklen Hosen und makellos weißen Hemden. Ganz koordiniert war das Ganze zwar nicht, sah aber trotzdem unglaublich gut aus, und man erkannte an dem Lächeln der Tänzer auch, dass sie sehr glücklich waren, endlich ihren Salsa vorführen zu dürfen :)

Auch Mapale und Reggaeton waren fest im Programm verankert – zwei etwas wildere Tänze, mit viel Energie und Elan – doch letzten Endes muss natürlich auch noch unser Tanz zu Axé und Bomba erwähnt werden – lange genug hab ich’s ja angekündigt. Es lief wirklich ziemlich gut, und alle waren unglaublich begeistert. Es macht jedes Mal wieder Spaß und gute Laune, an einem Kulturabend nicht nur hinter der Bühne, bei Kostüm- und Schminkarbeit zu helfen, sondern auch selbst vorne zu tanzen – besonders, wenn man “nur” als “Gast” auf der Bühne steht, ist das etwas Wunderbares :D

Ja, man kann sagen, dieser Kulturabend war wieder einmal ein voller Erfolg – gute Laune und gute Musik hat er auf den Campus gebracht, und die halbe Schule hat immer noch Ohrwürmer von der Show im Kopf. Und mit LACE ist auch der Sommer zurück gekommen … :)

Alle Videos gibt es wie immer auf Youtube. Kanal: hongkongcitygirl – Viel Spaß beim Ansehen!

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Comments on: "LACE – Viva Latinoamérica!" (1)

  1. hongkongcitygirl said:

    Die Fotos stammen von mir und meinen Secondyears Vincent (HK) und Felicia.

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