My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Kein Gebäude Beijings durfte einst ihre goldenen Dächer überragen, seit 1911 ist sie unbewohnt und seit hunderten von Jahren legendär: die Verbotene Stadt. Sie wurde im fünfzehnten Jahrhundert in weniger als fünfzehn Jahren gebaut – teilweise sollen mehr als 1’000’000 Sklaven daran gearbeitet haben! Das Ergebnis ist mehr als beeindruckend: auf gut 720’000 Quadratmeter Grundfläche steht die Anlage gleich dem Platz dem himmlischen Friedens gegenüber – dem “Tianan’men Platz”, der hauptsächlich für das Tian’anmen-Massaker von 1989 bekannt ist. An ihren Eingangstor thront ein gigantisches Bild von Mao – so groß, dass man es noch aus einer Entfernung von gut 300 Metern hervorragend erkennen kann.

Die Verbotene Stadt war einer der Hauptgründe, warum ich mich für diese Projektwoche entschieden hatte – gleich zusammen mit dem Unterrichten und dem späteren Besuch der Chinesischen Mauer. Und ich muss sagen, es war ein guter Grund. Die Verbotene Stadt ist einfach unglaublich: zuallererst ist sie so groß, dass man sich selbst winzig vorkommt. Es gibt fast 900 Tempel, die die gigantischen Plätze – wieder jedes etwa so groß wie ein Fußballfeld – umsäumen. Einer Legende nach gibt es im Himmel einen Palast, der 10’000 Räume besitzt; und weil die “Söhne des Himmels” dieser Zahl nicht gleichkommen dürfen, gibt es in der Verbotenen Stadt “nur” 9’999 und einen halben Raum. Die ganze “Stadt” strahlt eine faszinierende Reinheit aus – die bunten und goldenen Dächer thronen auf elfenbeinweißen Mauern, reich mit Drachen, Schildkröten und anderen eleganten Tieren verziert, selbst die Mülleimer haben die Form von Vasen. Dazu kam ein vollkommen blauer, wolkenloser, ja endloser Himmel. Es sah einfach perfekt aus… (Foto: Quentin)

Der einzige Nachteil der Verbotenen Stadt ist natürlich, dass man so viel laufen muss – obwohl einem das auch egal wird, da man überall Neues entdeckt. So fanden wir auf einem kleinen Basketballplatz, der unübersehbar und unpassend inmitten der Verbotenen Stadt stand, eine Truppe grün gekleideter Soldaten, die gerade Messerübungen ausführten. “Hu” und “Ha” riefen sie, und taten dann so, als würden sie sich gegenseitig Messer in den Bauch stoßen. Wir sahen auch einen Steingarten, der (dem Namen entsprechend ;) komplett aus Felsen bestand und einen Glücksbrunnen, in den die Menschen hunderte Münzen und Geldscheine geworfen hatten – was nun wegen der Eisschicht nicht untergehen konnte und auf der Wasseroberfläche liegen blieb. Am Endausgang sah ich schließlich eine Deutschlandfahne im Wind wehen – ganz klar, eine deutsche Touristengruppe! Felix und ich gingen zu ihnen hin und unterhielten uns ein bisschen mit ihnen. Das Paar, das die Fahne hielt, wartete gerade auf den Rest der Truppe und kam aus Frankfurt – perfekte Überleitung zu UWC, da die Deutsche Stiftung UWC ihren Hauptsitz ja auch dort hat! ;) Wir erzählten ihnen von UWC und LPC und das Paar war ganz begeistert … schön, dass wir UWC da noch ein bisschen bekannter gemacht haben :D

Insgesamt verbrachten wir gut drei Stunden in der Verbotenen Stadt und ich muss schon sagen – wer mal in Beijing vorbei schaut, für den ist dieser Palast ein Muss.

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