My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Familienwoche

Meine Eltern und mein Bruder sind nun abgereist. Die Woche mit ihnen war sehr schön; wir hatten viele interessante Gespräche und ich konnten ihnen so viel zeigen! Zuletzt saßen wir noch bei meiner Tutorin Julie auf einen Kaffee auf der Couch, unterhielten uns und beobachteten Willow bei ihren Laufversuchen – ganz so, wie wir es ja bei Tutorenabenden auch machen :)

Die Tage zuvor hatten wir hauptsächlich in Ma On Shan und Kowloon verbracht. Wir wanderten an den Strand, an dem ich mit meiner Tutorengruppe schon einmal gegrillt habe, und wir fanden ziemlich viele kleine Seeigel und Krabben – ein paar wilde Hunde lagen im Sand, schliefen aber ruhig und friedlich zum Rauschen der Wellen und hoben nur kurz den Kopf, als wir am Strand ankamen. Auf dem Weg in die Stadt kamen wir an einer Demonstration vorbei: Sozialarbeiter und Senioren forderten die Regierung zu höheren Renten auf. Ich zeigte ihnen auch den Wet Market in Ma On Shan: wie die Fische dort bei lebendigem Leib aufgeschnitten werden und ihre Eingeweide danach teilweise noch weiter pulsieren, und wie dutzende, warzige Kröten in winzigen Käfigen zum Verkauf angeboten werden. Natürlich gab es auch Gewürzstände mit allerlei merkwürdigen Wurzeln, Trockenfrüchten und bunten Bonbons und Gemüsestände, die in allen möglichen Farben leuchteten.Am Times Square, in Central, entdeckten wir hundert Papierhüte, die über den Platz gespannt worden waren und im Wind hin- und her wackelten.

Wir wanderten auch durch Cheung Wan, wo es viele kleine Antiquitätenläden und Flohmärkte gibt. Die staubigsten und ältesten Dinge wollten die Händler hier loswerden: massenweise gefälschte Taschen und Schmuck; alte Coca-Cola-Werbung war schlecht ausgedruckt worden und sollte hier nun als “Original Kupferstich” verkauft. Dazu kamen uralte Schallplatten, alte Militärmützen aus China, Jackie-Chan-Poster. Die Verkäufer sitzen lässig in alten Stühlen zwischen vollgestopften Regalen, sobald man etwas genauer ansieht oder sogar anfasst, werden sie jedoch lebendig und wollen gleich verhandeln ;)

Ich habe mit meiner Familie in Hong Kong also tatsächlich viel Neues entdeckt, und natürlich überhaupt sehr viel Zeit mit ihnen verbracht. Es hat Spaß gemacht, ihnen meinen Lieblingsbäcker zu zeigen, das Kantinenessen selbst probieren zu lassen und sie meinem Schulleiter, meiner Tutorin und meinen Freunden vorzustellen – außerdem habe ich durch sie ja auch noch mehr von Hong Kong zu Gesicht bekommen. Normalerweise komme ich ja gar nicht mehr so oft aus dem Campus heraus, weil ich lieber arbeiten will. Jetzt beginnt wieder der ganz normale Alltag – obwohl der hier in LPC ja nie wirklich “ganz normal ist” ;) – und in zwei Wochen fahren wir schon auf Projektwoche nach Peking. Danach ist auch gar nicht mehr so viel Zeit bis zu den Prüfungen und Ende Mai bin ich ja schon wieder zu Hause. Die Zeit fliegt dahin! Aber bis dahin wird auch weiterhin wieder viel passieren… :)

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