My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Nach unseren ganzen Tutorendinnern, die wir schon genießen konnten, beschloss unsere Tutorengruppe vor Kurzem, mal etwas neues auszuprobieren. Wir planten also einen Filmabend, mit Sushi und vegetarischer Pizza – eine merkwürdige, aber durchaus sehr leckere Kombination ;)

The-Artist-Logo.svgWir sahen uns die französische Tragikomödie The Artist an, die als”brillante Hommage an das alte Hollywood bzw. als Liebeserklärung ans Filmemachen” gelobt und mit über dreißig internationalen Filmpreisen ausgezeichnet wurde. Der Film ist schwarz-weiß, mit zwischendurch eingeblendetem Sprechtext und kaum richtiger Sprache – an sich ist es ein Stummfilm, nur eben im Jahr 2011 produziert, und ich kann die Vergabe all dieser Preise nur zu gut verstehen.

Es geht um die Jahre zwischen 1927 und 1932 in Hollywood, als Stummfilme langsam zu Tonfilmen gemacht wurden. Der Film erzählt gleichzeitig die Geschichten von zwei Leinwandkarrieren: Hauptpersonen sind das aufsteigenden, gefeierten Hollywoodsternchen Peppy Miller, die in Tonfilmen mitspielt, und der ins Vergessen geratende Stummfilm-Liebling Georg Valentin. Valentin und Peppy treffen sich zum ersten Mal nach einer von Valentins Filmpremieren, als sie in anrempelt. Er löst die peinliche Situation mit einem Lachen und einem gemeinsamen Foto, auf dem Peppy ihn leidenschaftlich auf die Wange küsst. Peppy inspiriert das, sich selbst bei Valentins Arbeitsstelle Kinograph zu bewerben und wird prompt angenommen. Während Peppys Karriere danach steil nach oben schießt, kommt Valentin, der sich in Peppy verliebt hat, nicht mehr so recht voran. Er verweigert sich als Schauspieler für Tonfilme und startet eine eigene Filmproduktion. Seine erster Film, der am selben Tag wie Peppy’s Beauty Spot erscheint, wird ein Flop. Gleichzeitig trennt sich Valentins Frau von ihm und er muss aus der schicken Villa ausziehen. Valentin wird zum deprimierten Alkoholiker, bis eines Tages eine schicksalhafte Wendung scheinbar alles wieder aufhellt – und dann doch wieder verfinstert…

Ich fand, dass es ein wunder-schöner Film war. Die Filmmusik passte sehr gut zu den stummen Filmaufnahmen, und man hatte auf ganz kleine Details Acht gegeben, um dem Zuschauer wirklich ein “altmodisches” Filmerlebnis bieten zu können: der Farbton, die Zeitraffung in manchen Szenen (die an Charlie-Chaplin-Filme erinnert hat), die Kostüme … da hat sich der Regisseur richtig viel Mühe gegeben und ich kann den Film nur empfehlen :)

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Comments on: "Ein folgenschwerer Kuss – ‘The Artist’" (1)

  1. Anne Heilmann said:

    Ja, ja, ja, der beste Film seit langem! Wie wohltuend, ein “altmodischer” Film in Schwarz-Weiß und ohne dieses oft so sinnlose Geplapper mancher Streifen. Aber für mich geht er letztlich sehr hoffnungsfroh aus – ist das nur Ansichtssache?
    Ich freue mich, dass ihr ihn im fernen Hongkong auch sehen konntet. Gute Idee von euch.

    Nun viel Freude mit den Eltern und dem Bruder!
    Anne

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