My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Dinner mit dem Schulleiter

Einmal in der Woche lädt unser Schulleiter etwa zehn bis fünfzehn Schüler zum Abendessen zu sich ein. Diese Woche war ich dran. Eigentlich war es recht interessant, und ich war überrascht, mit welcher Offenheit uns Arnett von seinem Leben als Direktor und den Problemen von LPC erzählte.

Er erklärte uns zum Beispiel, dass LPC keine weiteren Stipendiaten aufnehmen könne, weil dazu das Geld fehle. “Wir haben zur Zeit ein Problem, Sponsoren zu finden,” meinte er, “aber ich arbeite schon hart daran, für LPC und UWC zu werben.” Hongkong sei dafür eigentlich der beste Ort: “wann immer eine Organisation oder Stiftung ins Leben gerufen wird und Sponsoren gebraucht werden, sucht man zuerst in Hongkong.”
Die einheimischen Schüler, die bei dem Dinner dabei waren, erklärten, dass es in Hongkong zum guten Ton gehört, andere finanziell zu unterstützen. Nicht selten führt das ja dann dazu, dass der eigene Name irgendwo steht – so ist es bei unserer Aula gewesen, die nach ihrem Sponsor benannt wurde, und auch Li Po Chun, der Namensgeber von LPCUWC, hat den Aufbau der Schule maßgeblich  finanziert. “Stellt euch mal vor, wenn in einem Schuljahr sehr viele Schüler Vollstipendien brauchen – das Geld dafür muss man sich ja auch erstmal besorgen.”

Aus diesem Grund seien auch manche Schülerwünsche zur Zeit nicht zu erfüllen. Arnett fragte uns, was wir an seiner Stelle in LPCUWC verändern würden – das Kantinenessen wurde genannt, ein intensiveres PR-Programm und mehr Stipendiaten aus Afrika und neuen, noch nicht vertretenen Ländern, z.B. Österreich, vorgeschlagen. Arnett erwiderte, er werde jetzt im zweiten Halbjahr sowieso intensiveren Kontakt zu den Hongkongern aufbauen. Im ersten Halbjahr musste er sich ja allgemein erst einmal mit den United World Colleges, speziell LPC, auseinandersetzen und sich ganz in seine Rolle als Schulleiter einarbeiten. Jetzt stehe PR aber auch ganz oben auf seiner Liste – gleich neben dem Anwerben von Sponsoren. “Das hängt ja auch zusammen,” erklärt er, “und LPC ist sowieso eine so fantastische Sache – es wäre zu schade drum, anderen nicht davon zu erzählen.” Da stimme ich ihm ganz zu :)

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