My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Extravagante Explosionen

Gegen 17 Uhr brachen Michi, Khalid (Yemen), Lizette (Niederlande), Alisher (Tadschikistan), Quentin (Frankreich), Khetiwe (Südafrika), Kim (Mauritius), Mirta (Kroatien), Kathrine (Trinidad&Tobago), Ottavia (Italien) und ich auf, um uns die Feuerwerke anzusehen – und ja, ich gebe zu, ich wollte mit der Aufzählung einfach mal wieder zeigen, mit wie vielen unterschiedlichen Nationen und Kulturen ich hier zusammen lebe ;) Für mich wird das zwar so langsam Alltag, aber wenn ich es mir hin und wieder vor Augen führe, ist es dann doch immer noch beeindruckend!

Wir fuhren zuerst wieder nach Tsim Sha Tsui, in dasselbe Kaufhaus, in dem ich schon mein indisches Tutorendinner verbracht habe. Unsere Gruppe besuchte diesmal aber das Taj Mahal, ein anderes indisches Restaurant: wir bekamen einen extra-Raum nur für uns und für umgerechnet gerade einmal neun Euro wurde so viel aufgetischt, dass man schon vom Hinsehen satt wurde: es gab Na’an, Hühnchen, Lamm, Fisch, etliche Soßen, Gemüse, Reis… es schmeckte richtig lecker!

Nachdem wir uns satt gegessen hatten, verließen wir das Kaufhaus wieder und mussten uns einfach nur von der Masse mittreiben lassen. Das Feuerwerk am Hafen fing zwar erst um acht an, und wir waren eine reichliche halbe Stunde zu früh da, aber wie immer in Hongkong heißt es: “Wer zuerst kommt, sieht zuerst.” Anfangs standen wir noch an der völlig falschen Stelle (von der aus wir später gar nichts gesehen hätten), dann wechselten wir zum Glück noch und hatten eine grandiose Sicht auf das Feuerwerk. Die Chinesen sind wahre Könner, was Extravagantes angeht: Der ganze Himmel war hell erleuchtet, der Lärm von den Explosionen hallte von den Hochhäusern wider, so dass man fürchtete, sie würden gleich einstürzen. Die Raketen explodierten in der Form der Glückszahl 8, es gab bunte Smileys, blumen- und schlangenartiges Feuerwerk in allen Farben und Größen … und das eine halbe Stunde lang! Je größer die Explosionen waren, desto länger dauerten auch die Ah’s und Oh’s, die durch die Menge gingen – und die Einheimischen kommentierten so tatsächlich jede einzelne Rakete :D Der Höhepunkt des Feuerwerks war natürlich erst am Ende, und eigentlich erwarteten wir alle einen Drachen oder so etwas, aber das war dann offensichtlich sogar den Chinesen zu schwierig gewesen ;)

Wir schlenderten dann noch ein wenig am Hafen herum, holten uns bei Starbucks Kaffee und heiße Schokolade und begannen, bei Wind und im strömenden Regen die MTR-Station zu suchen – auf der Rückfahrt schliefen manche von uns dann schon ein bisschen, weil wir von dem ganzen Herumstehen und von der Kälte schon etwas erschöpft waren. Gegen elf Uhr abends kamen wir wieder auf dem Campus an und wünschten einander noch ein letztes Mal: “Kung Hei Fat Choi!”

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