My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Orchideen und Kirschblüten

Die Mutter meiner dänischen Freundin Laerke ist gerade in LPC zu Besuch. Um ihr ein bisschen von Hongkong zu zeigen und selbst auch noch  Chinesische Neujahrsluft zu schnuppern, sind wir mit ihr zum Neujahrs-Blumenmarkt in Causeway Bay gefahren.

Das Wetter war zwar nicht so berauschend, aber diesen Markt gibt es nur einmal im Jahr und muss also gesehen werden ;) Wir brauchten ca. anderthalb Stunden bis dahin, doch sobald wir in Causeway Bay angelangt waren, mussten wir uns nur noch von den Menschen-massen treiben lassen. Uns kamen schon viele Einheimische entgegen, die große Blumensträuße oder Windspiele in den Händen hielten, und sie in die Höhe reckten, damit keiner sie zerquetsche. Den Markt konnte man schon von weitem riechen.

In Hongkong ist es Tradition, seinen Verwandten und Bekannten zum Neujahr Blumen mitzubringen und das ganze Haus auch so zu schmücken. Deshalb herrscht im Blumenmarkt  ein unglaublicher Andrang, dazu kommen natürlich dann auch die Touristen (zu denen Laerke und ich uns aber nicht zählen ;). An manchen Stellen konnte man kaum treten und im Eingangsbereich roch es nach faulen Eiern. Erst, als wir wirklich mittendrin waren, haute uns der Geruch von Mandarinenbäumen, Orchideen, Lilien und Kirschblüten um.

Man konnte nicht nur Blumen kaufen: auch Kuscheltiere in Form von roten Drachen wurden angeboten; bestickte Kissenbezüge; klebrige Süßigkeiten, die wie schlechtes Rindfleisch schmeckten; Fußwärmer, Trommeln und Bügeleisen gab es auch. Mir ist diesmal besonders die Masse an “Angry Birds”-Produkten aufgefallen: hier scheint man nach dem Spiel ziemlich verrückt zu sein! Hauptsächlich ging es auf dem “Flowermarket” aber natürlich um die Blumen. Die Verkäufer bauen sich eigene Stände aus Plastikplanen und Bambusrohren und versuchen, innerhalb der Markttage ihren gesamten Bestand zu verkaufen. Was sie nicht loswerden, wird zerstört oder an gemeinnützige Organisationen gespendet. In den letzten Jahren ist wohl auch die Anzahl von Schülern angestiegen, die eigene Stände anmelden und versuchen, sich bereits vor dem neuen Jahr noch etwas Taschengeld hinzu zu verdienen.

Nachdem Laerke, ihre Mutter und ich genug gesehen und gestaunt hatten, begannen wir ein kleines Café zu suchen, um eine Tasse Tee zu trinken. Leider fanden wir zwar massenweise Cafés, in denen es Dessert etc. gab, aber nirgends wurde “nur Tee” angeboten. Auf unserer Suche entdeckten wir zumindest einen kleinen Markt, der versteckt hinter einer winzigen Seitengasse lag. Am Ende konnten wir in einem kleinen europäischen Café neben der großen Hauptstraße Platz nehmen und Laerke’s Mutter gab uns beiden Tee und Karamel-Käse-Kuchen aus … mhm, lecker! :) Nach einem langen Tag fuhren wir erst am frühen Abend wieder zurück und kamen gerade rechtzeitig zum Dinner in der Kantine wieder an.

Wer irgendwann mal zur Neujahrszeit in Hongkong ist, dem kann ich den Blumenmarkt nur empfehlen: es ist ein wirklich einmaliges Erlebnis, das nirgends in Europa so zu finden ist!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: