My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Sechs Spielregeln

Hongkong ist zwar eine sehr sichere Stadt und hier geht es durch die frühere britische Kolonisation angeblich um einiges zivilisierter zu, als im Rest von China – einige Dinge sollte man aber trotzdem vermeiden, weil sie sonst schnell zu Fettnäpfchen werden können und einen praktisch als Touristen “brandmarken”.

Was man vermeiden und beachten sollte, um in Hongkongs Alltag zu überleben:

Macht euch keinen Kopf, wenn es um Hygiene geht. Hongkong ist sehr sauber, und zumindest nicht schmutziger und unhygienischer als London oder Berlin. Laut Reiseführer werden z.B. die Knöpfe in Fahrstühlen und die Geländer von Rolltreppen aller paar Stunden abgewischt und desinfiziert. Auch in den kleineren Restaurants, die sich an die belebten Straßen in der Innenstadt anschließen, wird das Essen auf sauberem Geschirr serviert. Für Hongkong gilt dementsprechend wohl dieselbe Regel wie auch zu Hause: wenn es unhygienisch aussieht, muss man es ja nicht anfassen oder essen; wenn es gut aussieht, sollte das kein Problem sein. Übergroße Vorsicht verdirbt dann am Ende nur den Spaß und man verzichtet auf viel Neues.

Nehmt immer genug Kleingeld mit! Immer, immer, immer! Wenn ihr mit dem Bus fahrt, solltet ihr so genau, wie möglich bezahlen – es gibt nämlich kein Wechselgeld. Ihr werft den geforderten Preis in eine kleine Kiste, dann dürft ihr durch. Wenn ihr also 9 HKD bezahlen sollt, und nur große Scheine habt, stellt euch darauf ein, euer Wechselgeld zu verschenken.

Essen und Trinken in der MTR (dem Zug- und U-Bahn-Netz in Hongkong) ist tabu. Egal, was alles auf den Straßen herumliegt, die Einheimischen pflegen ihre MTR-Züge und das gesamte bezahl-pflichtige Areal der MTR sehr gut – man finden keinen Schmutzfleck und das Abteil hat am Tag seiner Einweihung vermutlich genauso geglänzt, wie jetzt. Wer also in der MTR isst und trinkt riskiert nicht nur ein Bußgeld von etwa 2000HKD (ca. 200€), sondern wird meist auch sofort als Tourist erkannt oder zumindest sehr komisch angeguckt.

Abgesehen von dem Punkt, dass ihr es nicht überall trinken dürft, solltet ihr immer Wasser im Gepäck haben. Auch jetzt noch, Anfang November, halten sich die Temperaturen knapp unter 30°C, und besonders zwischen April und September kommt dann die hohe Luftfeuchtigkeit hinzu. Es gibt eine bestimmte Firma hier, die Watsons Water herstellt – sehr leicht an dem grünen Raketenförmigen Deckel zu erkennen – und die meisten kaufen dieses Wasser. Ich persönlich würde von der Sorte allerdings abraten, weil ich finde, dass die Verpackung sehr chemisch riecht und das Wasser auch dementsprechend schmeckt.

Gebt darauf Acht, die letzte Bahn zu erwischen, wenn ihr ausgeht. Wer abends noch in Lan Kwai Fong unterwegs ist, sollte aber auch bei dem letzten Zug bedenken, dass er seine Anschlussbahn verpassen könnte. Man sollte sich also, egal wo man ist, immer informieren, wann man wie zurück zum Hotel etc. kommen kann und lieber die vorletzte Bahn nehmen.

Die Taxis sind im Vergleich zu Deutschland relativ günstig, wenn man aber nur zu zweit ist, kann das bei kleinen Mitteln doch recht teuer werden – sich immer in Vierergruppen ein Taxi zu suchen, ist also keine schlechte Idee. Außerdem sprechen die Taxifahrer wenig oder gar kein Englisch. Erste Angabe sollte also immer das Viertel sein, wo man hinmöchte. Manchmal gibt einem der Fahrer auch mehrere Möglichkeiten an, wo er langfahren könnte – z.B. zwei Tunnel. Hierbei auf keinen Fall nur den “schnelleren” oder “nächsten” Weg wollen, sondern erst fragen, was der (auch preisliche!) Unterschied ist. Sonst gibt man für dieselbe Strecke schnell durchaus mal 40 HKD mehr aus, weil die Tunnelmaut einfach unterschiedlich ist. Tagsüber sind die Straßen sehr voll, da bietet sich die MTR sowieso an – besonders, wenn man mehr von Hongkong sehen will. Die MTR ist auch recht günstig, weil sie den Preis je nach Fahrtziel berechnet und keine Stundenpreise hat! :)

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