My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

“It’s about passion.”

An den Geländern des Schulkomplexes hingen überall bunte Fahnen aus aller Herren Länder, als wir LPC-Schüler halb neun auf den Schulhof strömten. Wir versammelten uns mit den Lehrern, ehemaligen Schülern und externen Gästen, um den “UWC Day” zu feiern. Der Unterricht fand nicht statt, aber es gab viele Workshops und Lesungen, die wir besuchen konnten, und in denen wir viel über das Leben nach und während UWC lernten, und die uns unser eigenes College noch viel näher brachten, als es ohnehin schon ist.

Zuerst ging ich zu zwei “Alumni Talks”: Ehemalige Schüler erzählten uns, wie es für sie nach ihrem UWC-Abschluss weitergegangen war, und inwiefern UWC ihnen bei ihrem weiteren Werdegang geholfen hatte. Leonard Lee, Schüler von LPC erzählte uns, wie er immer tiefer in die Musikindustrie hineingerutscht war – er hatte eine Band gegründet, mit der er sogar ein bisschen erfolgreich war, vieles ausprobiert, Gitarre und Schlagzeug gelernt und macht nun “hier und da immer mal irgendwas”.

Sein erstes Instrument war die Gitarre: ” Da war so eine Gruppe cooler Jungs in unserer Schule, bevor ich ans LPC kam – die hatten alle ihre eigene Gitarre und übten in der Pause. Wer wollte, konnte sich auch eine besorgen und mitmachen. Etwa drei Monate, nachdem ich der Gruppe beigetreten bin, beschlossen wir, eine Band zu gründen. Das geht nur leider mit fünf Gitarren und sonst nichts eher schlecht, und die “Frischlinge” der Gruppe mussten sich ein neues Instrument suchen.” In Frage kamen Bass und Schlagzeug, “und ich habe Glück, dass ich mich für Schlagzeug entschieden habe”, erklärte er, “denn auf 150 Gitarristen kommen in Hongkong etwa 80 Leute, die Bass beherrschen, und nur 30 Schlagzeuger.” Danach lief es irgendwie immer weiter. “Die einzige “spezifische” Ausbildung, die ich habe, ist eine Musiktheorie-Prüfung für die fünfte Klasse. Die habe ich aber auch erst gemacht, als mir klar wurde, dass es mich zur Musik zieht. Eigentlich habe ich ja Psychologie studiert.”

Heute ist Leonard immer auf dem Sprung. Gleich nach dem Gespräch mit uns Schülern musste er wieder los – zur Bandprobe. Die Frage nach Freizeit brachte ihn kurz ins Stocken: “Klar, ich habe Freizeit. Ich muss zum Beispiel nicht um neun im Büro sein”, erklärte er, “aber ich weiß nie, was passieren wird. Ich kann euch nicht sagen, wie viel ich nächstes Jahr verdiene, oder wo ich nächsten Monat auftreten werden.

Das kommt einfach, und das ist gut so. Denn wenn ihr etwas aus Leidenschaft macht, dann könnt ihr alles schaffen. Es gibt tausend Musiker, tausend Schüler, die ihre Instrumente gut spielen können, oder ihre Hausaufgaben machen. Aber es gibt nur wenige, die es aus Leidenschaft tun – und wenn sie es tun, dann versetzen sie damit möglicherweise Berge!”

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