My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Nachwuchs im Schlepptau

Heute war Tag der offenen Tür am Li Po Chun United World College. Zahlreiche Eltern kamen, ihre Kinder im Schlepptau, um sich LPC anzusehen. Die Schüler hatten Führungen und eine kleine Show vorbereitet, und die Campusstraße war komplett zugeparkt.

Im Innenhof waren Tafeln mit Informationen über die United World Colleges aufgebaut, und kleine Stände von diversen Quan Cais gab es auch. Die Show bestand aus Gitarrenspiel, Gesang und wieder vielen Tanzeinlagen. Besonders gut kam natürlich erneut der Lateinamerikanische Tanz bei den Zuschauern an, und zumindest die anderen Schüler jubelten und tanzten mit Salsa.

Es folgten Südostasiatischer und Afrikanischer Tanz, und auch Eclipse – das ist der Quan Cai für Modernen Tanz. Auch der Charlie-Chaplin-Sketch hat Schüler und Besucher beeindruckt – drei Jungs haben mit Handschuhen aus dem Kraftraum den “Boxkampf” aufgeführt und sich einen prima “Kampf” geliefert! Natürlich wurde dabei niemand verletzt…

Am Pool wurden Snacks und Saft gereicht, und in ein paar Klassenzimmern liefen Präsentationen auf Englisch und Kantonesisch über das Leben und Lernen an einem UWC.

Persönlich hatte ich den Eindruck, dass sich die chinesischen Eltern viel mehr für das LPCUWC interessierten, als ihre Kinder – die meistens, den Kopf gesenkt, nur hinter ihren Vätern und Müttern hinterher staksten, und zusahen, wie diese Fragen zur Bewerbung, den Berufschancen nach UWC etc. stellten. Dabei waren die Kinder – ich habe ein paar gefragt – teilweise erst zwölf oder dreizehn Jahre alt! Kein Wunder also, dass sie noch keineswegs wissen, ob sie “überhaupt an ein UWC wollen”. Die Schüler interessierten sich auch meistens mehr für die Show, als für die Informationen an Ständen und Tafeln – während mich eine Mutter völlig aufgelöst fragte, wo es denn weiter gehe, sie habe ihre Führungsgruppe verloren. Als ich ihr erklärte, dass die Führungen vorbei seien und die Show gleich anfange, fing sie an, mir in so gebrochenem Englisch Fragen zum Unterricht, Schülerprofil und zu “frühzeitigen Bewerbungen” zu stellen, dass ich einen Secondyear aus Hongkong abfing, und er auf Kantonesisch übernehmen konnte. Wieder einmal sah der dreizehnjährige Sohn uninteressiert einem Pförtner zu, während Mama, Papa und Oma mit einer Frage nach der nächsten kamen, und offensichtlich immer noch nicht genug über die mögliche Zukunft ihres Kindes wussten.

Jedes Jahr gibt es zwei bis drei “Open Days”, an dem sich Schüler und Eltern informieren können. Das Auswahlverfahren für Einheimische ist auch schwerer, und beinhaltet drei Stufen, anstatt, wie z.B. in Deutschland, nur zwei. Als alle Besucher schließlich weg waren, gab es unter den jetzigen Schülern noch einen Schwimm- und Bauchklatscher-Wettbewerb am Pool – die Musikanlage war wegen der Show schließlich schon aufgebaut worden ;D

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Comments on: "Nachwuchs im Schlepptau" (1)

  1. I know the salsa girl!

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