My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Hongkong feiert

Endlich, nach drei Wochen Schule, die sich anfühlen wie drei Monate, haben wir eine Woche Ferien, die wir zum Entspannen, Lernen und Erleben nutzen werden.

Gleich zu Beginn, am 1. Oktober, also Samstagabend, hat Hongkong den Chinesischen Nationaltag und den 62. Geburtstag der Chinesischen Volksrepublik genossen, dessen Höhepunkt abends um neun das Feuerwerk war. Gefühlt ganz Hongkong hatte sich an sämtlichen Aussichtsplattformen, dem Hafen und überall sonst in Hongkong Central versammelt, um das 3,5 Millionen-HK$ Projekt anzusehen (das sind etwa 320 000 €, letztes Jahr hat es um die 600 000 € gekostet Oo). Ich beschloss eher in letzter Sekunde, mit meiner deutschen Secondyear Felicia und ein paar anderen in die Stadt zu fahren, um uns das Feuerwerk anzusehen. Unsere Gruppe bestand anfangs aus allen deutschen, allen europäischen (blonden) und einem einzigen einheimischen Mädchen und einem Jungen aus Ungarn; später trafen wir dann auf andere LPC-Schüler.

Um neun sollte es, wie gesagt anfangen, und wir fuhren ein bisschen spät los, so dass wir den Großteil des Feuerwerks vom Bus aus sahen. Das war aber nicht schlimm, weil man die Funken etc. zwischen den Häusern aufblitzen sah, und sie sich auch in den Scheiben der Wolkenkratzer um uns herum spiegelten. 23 Minuten lang war der Himmel über dem Hafen so hell wie tagsüber, und es war ohrenbetäubend laut. Im Internet konnte man vorher schon sehen, wann welche Feuerwerkskörper hochgehen würden, und wir kamen gerade rechtzeitig, um den fantastischen Schluss bestaunen zu können. Wir hatten uns das ganze Spektakel vom Dach des ifc aus angesehen, einem großen Kaufhaus hier in Hongkong. Ich habe meine Kamera nicht mitgenommen, aber folgendes Foto von howzit-hongkong.com beschreibt die Stimmung meiner Meinung nach ziemlich gut – unter dem Link gibt es noch mehr tolle Fotos! Live war das Ganze natürlich noch viel beeindruckender, und lauter und heller, als jegliches Silvester, das ich bis jetzt erlebt habe!

Danach blieben wir noch ein bisschen auf dem Dach des ifc, entspannten und freuten uns einfach über die Ferien und liefen anschließend nach Lan Kwai Fong. Das ist das Partyviertel der Stadt, mit Clubs, Bars, Restaurants etc. Allerdings sieht man hier mehr Ausländer als Einheimische, weil “die Locals doch nicht feiern – die sitzen sogar am Samstagabend zu Hause und lernen”, wie mir jemand dann später auf dem Rückweg erklärt hat. In Lan Kwai Fong trafen wir später auf andere vom LPC, so dass wir am Ende eine Gruppe von gut 20 bis 30 Leuten waren, die durch die Straßen zogen. Zwischendurch, immer wenn wir mal eine Pause brauchten, tanzten wir einfach auf der Straße, was wohl sehr typisch für die LPCler ist  ;D

Wir hatten sehr viel Spaß, mehr muss ich dazu wohl nicht sagen ;) Am Ende erwischten wir sogar noch die letzte U-Bahn und fuhren so nah ans College heran, wie es eben ging – dann mussten wir ein Taxi nehmen.

Wenn man am College abends nochmal raus will, muss man sich einfach in einer Liste im Haus für eine Extension, also eine Verlängerung, einschreiben. Dann darf man bis ein Uhr morgens außerhalb des Campus’ sein – manche hatten auch eine Übernachtung beantragt, die mussten dann gar nicht zurückkommen, sondern übernachteten bei Locals zu Hause. Wenn man keine Verlängerung hat, soll man um elf wieder da sein, aber wenn man sich kurzfristig vor elf entscheidet, doch noch weg zu bleiben, kann man auch zurück zum College gehen, sich schnell noch austragen, und dann hat sich das. Das ganze Prinzip beruht hier sehr auf Spontanität und uns Schülern wird in dem Punkt auch sehr vertraut – was wir wahrlich nicht missbrauchen.

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