My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Barbie Girls & Waterpolo

Als wir heute morgen zur Assembly Hall liefen, regnete es in Strömen – niemand kam trocken an. Ich hab noch so ein cooles AOK-Regencape und das habe ich angezogen, andere kamen einfach total durchnässt in den großen Saal. Für 9.30 Uhr waren für unseren Block die Pool Games angesagt, und wir hatten alle die leise Ahnung, das diese abgesagt werden würden – was aber nicht passierte. “You all look so wonderful! The wet hair style ist so cool!” So begrüßte uns Steve. Dann nahm er Feedback entgegen, wie die Orientation Week bisher verlaufen war, was wir ändern würden etc., und besprach mit uns den Tagesplan.

Da wir eh nass werden würden, war es eigentlich nicht schlimm, im Regen baden zu gehen, und als wir am Pool ankamen, hörte es auch schon wieder auf. Es war schon gut 30°C warm, und das Wasser war sogar noch wärmer als die Luft. Wir sprangen alle fröhlich jauchzend in das Wasser – oder eher gesagt, in die riesige Badewanne, denn baden tut man ja auch warm =D

Wir wurden wieder in vier Teams aufgeteilt. Beim ersten Pool Game ging es darum in einem Kanu zum anderen Ende des Pools zu fahren, und wieder umzukehren. Wer, wie ich, herausfiel, durfte es weiter schieben ;D

Beim zweiten Spiel mussten wir in neuen Teams tanzen. Sylla, der Lehrer, spielte für uns Barbie Girl (und nein, das haben wir uns nicht ausgesucht ;D) und wir hatten Zeit, uns dazu eine einminütige Choreografie auszudenken. In unserem Team war Oda das einzige Mädchen mit blonden Haaren, also bauten wir ihr ein Auto mit unseren Händen und fuhren sie im Pool herum. Dann sprang sie ab, wir tauchten alle unter, sie schwamm durch einen Tunnel aus unseren Händen hindurch und am Ende bauten wir zwei Pyramiden, an deren Spitze Michelle und ich standen und uns möglichst “barbiehaft” in Pose warfen (und dann runterfielen =) Die anderen Gruppen hatten sich eher Synchrontänze ausdacht, und auch ein Secondyear-Team machte mit. Allerdings wurden die Großen nicht bewertet, und unser Team gewann!

Das letzte Spiel war einfach nur “Wasserpolo”. Die Regeln sind einfach: es gibt keine. Nun gut, zugegebenermaßen gab es ein paar: kein Beißen, Kratzen, Schlagen – nur Umarmen. Sylla erklärte uns auch noch breit lächelnd, dass keine anderen Bälle außer dem Spielball gefangen werden mussten, womit er lautes Gelächter hervorrief.

Grundprinzip war eigentlich nur, dass der Ball im gegnerischen Tor landen musste. Und das tat er =) Wenn jemand den Ball hatte, warfen sich alle anderen auf denjenigen drauf – teilweise kämpfte ein riesiger Menschenhaufen über fünf Minuten  um den Ball, bis Sylla ihn herausnahm und neu hineinwarf. Die großen Jungs hatten natürlich einen Vorteil, aber wir waren viel mehr Firstyears als Secondyears, und so gewannen wir haushoch!

Später kamen auch ein paar Mädchen, die gerade Bauchtanz geübt hatten, mit ihren klirrenden roten Tüchern an, und sahen zu – jedes Mal, wenn ein Tor beim Wasserpolo fiel, wackelten sie mit den Hüften und die kleinen Glöckchen und Münzen klingelten für uns =)

Nach den Spielen schwamm ich mit anderen noch ein bisschen im Pool herum, wir tauchten und übten Kopfsprung. Inzwischen ist der Pool einer meiner Lieblingsorte hier am LPC. Er bietet mit seinen konstanten 33°C Wassertemperatur keine Erfrischung, allerdings merkt man die Hitze und Luftfeuchtigkeit nicht so sehr, wenn man eh im Wasser ist.

An das Wetter hier hab ich mich inzwischen übrigens relativ angepasst. Sogar die Locals leiden unter der hohen Luftfeuchtigkeit aber sie sagen auch, dass man sich nie daran gewöhnen wird, egal, wie lange man hier lebt. Und da ist so ein Pool neben all den Klimaanlagen doch eine recht nette Anschaffung ;D

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Comments on: "Barbie Girls & Waterpolo" (6)

  1. Robert Mechling said:

    Hey, inzwischen glaube ich, dass es interessant sein könnte, sich das durch zu lesen. Immerhin könnte mich das möglicherweise in 2 Jahren auch erwarten. ;)

    LG aus dem kalten verregneten Meißen.
    Robert :)

  2. Also ich glaube, mit dem Wetter könnte ich mich nicht anfreunden. Dann finde ich mich doch lieber damit ab, dass es hier vielleicht wieder wie vorletztes Jahr Anfang Oktober das erste Mal schneit.

    Liebe Grüße aus Freiberg.
    Jens

  3. Hihi – klingt klasse =) hier ist es zwar auch nass, aber nicht warm – schön hast du es da!

  4. warum hat auf dem 3. und 4. bild von unten ein junge einen mund-nasen schutz auf?

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