My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Hoch hinaus!

Vier Uhr nachmittags trafen sich Block 1 und mein Block 3 am Roundabout: das ist die kleine gläserne Kuppel der Kantine, die in der Einfahrt aus de Boden ragt, und allgemeiner Treffpunkt am LPC ist. Wir bekamen Brote und Saft, und quetschten uns dann in zwei Busse, um nach Hongkong, zur Peak Tram zu fahren. Schon im Bus konnten wir viel von Hongkong sehen, die Häuser ragten hoch über unseren Köpfen in den Himmel, und man musste sich echt den Hals verrenken, um ganz nach oben zu sehen. Die Straßen waren sehr voll, überall kleine Busse und die roten Hongkong-Taxis. An den meisten Häusern, vor allem bei denen, die etwas älter aussahen, hängen unter jedem Fenster kleine Kästchen, die aussehen wie eine Mischung aus Lautsprechern und Mikrowellen – aber eigentlich sind es die ganzen Klimaanlagen. Sogar am College haben wir in jedem Zimmer zwei, die wir selber bedienen können. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt kamen wir bei der Peak Tram an.


Die Peak Tram ist eine Standseilbahn, mit der man zur höchsten Aussichtsplattform Hongkongs fahren kann. Wie ihr euch vielleicht erinnert, ist sie auf dem 20 HK$-Dollar-Schein abgebildet. 1888 eröffnet, ist sie eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Hongkongs. Man fährt etwa fünf bis zehn Minuten auf den Victoria Peak, der ein bisschen höher als 550m in den Himmel ragt und von überall in Hongkong gut zu sehen ist (wenn nicht gerade einer der vielen vielen Wolkenkratzer im Blickfeld steht =). Von dort oben hat man einen fantastischen Blick auf Hongkong, und natürlich lassen sich viele Menschen vor dem Panorama fotografieren. Die Schlange vor dem Ticketschalter war irre lang, aber irgendwie schmuggelten uns die Lehrer daran vorbei, drückten jedem einen Fahrschein in die Hand und los ging’s. Die Peak Tram besteht aus zwei kleinen roten Waggons, und fährt ziemlich steil nach oben. Zwar waren um die Gleise herum viele Bäume und Sträucher, aber ab und zu gab es eine kahle Stelle, von der aus wir auch schon gut auf Hongkong blicken konnten, und “Oh”s & “Ah”s gingen durch das Abteil.

Oben angekommen mussten wir erstmal durch ein Kaufhaus laufen und jede Rolltreppe mitnehmen, bis wir endlich auf der Aussichtsplattform ankamen. Der Blick war atemberaubend. Es war total hell und auch ein bisschen neblig, wegen dem Smog: deswegen konnte man nicht ganz bis zum Horizont gucken. Aber man sah mehrere kleine Hafen, natürlich die riesigen Wolkenkratzer und Schiffe -Segelschiffe, Fähren, Dampfer, Frachter … – wir entdeckten sogar zwei identische Gebäude nebeneinander, auf denen jeweils in roten Großbuchstaben LIPPO stand. Diese beiden Wolkenkratzer sind, genau wie LPC, zum Großteil von einem gewissen Chinesen namens Li Po Chun finanziert worden – wer das genau war, habe ich aber leider noch nicht erfahren können ;(


Wir machten ganz viele Gruppenfotos – von allen, von uns allein, mit Freunden, mit der Tutorengruppe. Ich habe sogar eines, wo ich mit Arnett, also unserem Schulleiter, vor dem Panorama von Hongkong stehe, und wir beide breit in die Kamera lächeln =D

Nachdem wir den Ausblick ausgiebig genossen hatten, gingen wir noch runter zur Plaza und auf eine kleine Terrasse, von wo wir Hongkong aus dem Grünen heraus sehen konnten. In der Plaza entdeckten Precious (aus Nigeria) und ich einen kleinen Laden, der sich “Wax-Hand Union” nannte. Kleine Füße und Hände aus Wachs standen in den Regalen, und in der Mitte standen mehrere Metallbehälter mit Wasser und buntem Wachs. Precious und ich wollten auch Abdrücke von unseren Händen machen, und die Frau erklärte uns, wie es geht. Wir mussten unsere Hände (wir haben es zusammen gemacht, Hand in Hand) zusammen in einen Behälter mit kaltem Wasser tauchen, dann in heißes, geschmolzenes Wachs, dann wieder in das Wasser uns immer so weiter. Zuerst war es ziemlich unangenehm, aber dann waren unsere Hände von einer dicken Schicht Wachs bedeckt, der genau die Form unserer Hände hatte. Am Ende mussten wir unsere Hände ganz vorsichtig herausziehen und haben jetzt beide eine wunderschöne Wachsstatue auf dem Schreibtisch stehen =)

Die Peak Tram und die Aussichtsplattform sind wirklich sehr schöne Orte, die kann ich nur empfehlen, wenn es darum geht, einfach mal die GRÖßE Hongkongs kennen zu lernen – man kann sie ja erahnen, egal wo man ist, aber sehen tut man sie von da wirklich am besten!

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Comments on: "Hoch hinaus!" (4)

  1. Liebe Grüße an den Direktor :)

  2. wow O.o sieht total aufregend aus! euer Schulleiter ist ja auch super und all die Leute sehen so nett aus – du besonders =) hab dich lieb!

  3. Christine van Endert said:

    Bonjour Lara, tous mes meilleurs vœux pour ce séjour asiatique. Profites-en bien.
    Liebe Grüße
    Chr. van Endert

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