My Life at Li Po Chun United World College of Hong Kong 2011-2013

Aller Anfang ist schwer

Bald ist es soweit! Am Freitag fliege ich nach Hongkong; und die Vorfreude und Spannung ist natürlich schon riesengroß! Endlich habe ich es geschafft, ein wenig Ordnung in die ganzen Sachen zu bekommen, die ich mitnehmen will, aber alles habe ich leider trotzdem noch nicht.

Dreieinhalb Monate werde ich erst einmal weg sein, und zu  dem Unwissen über genaue Wetterbedingungen und drohende Krankheiten kommt auch noch die große Frage, was man denn für Erinnerungsstücke mitnehmen soll. Fotos? Süßigkeiten?  Briefe? So viel Platz habe ich ja gar nicht im Koffer! Am Ende haben es jeweils eine Packung Rotkraut und Klöße, und auch eine Tüte Buchstabensuppe ins Finale geschafft, und die nehme ich jetzt also mit. Essen kann man nie genug haben, und wenn ich im Internet von Hühnerfüßen, Entendarm und Skorpion lese, bin ich doch ganz froh, wenigstens ein bisschen essbare Heimat mit im Gepäck zu haben – obwohl das College in Hongkong (leider) sowieso von Sodexo betreut wird.

Wenn man aufbricht, um eine völlig neue Welt zu entdecken, ein bisschen fremde Kultur zu schnuppern und doch etwas länger als zwei Wochen wegzubleiben, stellen sich also viele Fragen, bezüglich dem, was man denn nun einpacken muss. Aber viel wichtiger ist dann doch die Frage, ob denn auch alles in den Koffer passt! 30 Kilogramm Hauptgepäck und 7 Kilo Handgepäck erlaubt Emirates – recht viel, wenn man bedenkt, dass bei anderen Fluglinien gerade mal 20 Kilogramm zugelassen sind.

Dementsprechend war ich heute morgen schon ein bisschen entsetzt, als die Waage, die jetzt prompt dauerhaft in meinem Zimmer steht, 32.5 Kilo anzeigte – und dabei hatte ich noch nicht einmal alles eingepackt!!

Seinen Koffer zu zu kriegen, ist auch eine Kunst :)

Es ging also (mal wieder) darum, auszurangieren – etliche Stapel mit Medizin, Schuhen und Klamotten verteilten sich im ganzen Zimmer und von dem Drama à la <“Lara, der Pullover kann nicht mit -” “Der muss aber mit!” “Geht nicht!” “*knurr*, ja, okay, dann halt nicht”> hatten wir nicht nur eins. Als der rote Koffer, der ja allein schon 6 Kilo wiegt, endlich wieder auf der Waage stand, hatte er es immerhin auf 27.0 Kilo gebracht – jetzt ist also gerade noch ein Platz für ein bisschen Mückenspray und Hustentee. 2.2 Kilo muss ich auch noch für den Notfall für meine Geige einplanen, falls die doch nicht im Handgepäck mitgenommen werden darf.

Zum Glück kann ich dann über die Winter- und Sommerferien Kisten zusammen mit Mottenkugeln und Silicat am UWC im storage room “einfrieren”, das hat mir mein Secondyear Felix schon erzählt. Ihn und meine andere Secondyear Felicia spanne ich in den letzten Tagen sowieso nicht gerade selten ein, wenn ich noch Fragen habe :)

Jetzt sind nur noch ein paar wenige Besorgungen zu machen, dann ist es endlich soweit. Papa war vorhin noch schnell bei der ReiseBank und hat Geld für Flug und Abenteuer geholt. 100 Euro sind etwa 1000 Hongkong-Dollar!! Das klingt nach sehr viel und sieht schön aus. Geld aus anderen Ländern ist immer faszinierend :D Mit den Hongkong-Dollarn ist das aber auch wieder etwas Besonderes: die Scheine dürfen von drei verschiedenen Banken gedruckt werden – und alle sind dabei frei in der Gestaltung. Es gibt also drei unterschiedliche Arten von Scheinen, die sich nur in der Farbe ähneln sollen – wer auch immer da den Überblick bewahren soll! Meine HK$ sind von HSBC. Auf der einen Seite von HongkongDollar -Scheinen sieht man immer einen großen Löwenkopf und schöne Ornamente, und der Wert steht auf Englisch und Chinesisch darauf. Auf der anderen Seite sind auch Ornamente und offensichtlich wichtige Gebäude und Monumente zu sehen … Ich habe hier auf den 100 HK$ die Tsing Ma Bridge, die der neuen Strelasundbrücke sehr ähnlich sieht, aber viel, viel länger ist. Auf der Liste der längsten Hängebrücken der Welt belegt sie den siebten Platz und ist damit noch länger als die Golden Gate Bridge! Auf den 20 HK$ kann man den Bahnhof der Bergbahn von Hongkong erkennen, und im Hintergrund die Metropole selbst. Auf dem 500 HK$-Schein ist dann der Internationale Flughafen von Hongkong abgebildet – und den werde ich ja in wenigen Tagen life erleben!

Die Vorbereitungen sind also in vollem Gange, und die Aufregung steigt mit jedem Tag – was sag ich denn, mit jeder Stunde! In fast genau 97 Stunden flieg ich los. Ich kann es kaum erwarten!

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Comments on: "Aller Anfang ist schwer" (3)

  1. Liebe Lara,
    ich wünsche Dir 2 tolle Jahre, dass Du Rotkraut und Klöße nicht allzu sehr vermisst und dass Du den Hustentee nicht brauchen wirst. Und natürlich erst einmal einen guten Flug!
    Angela
    Ach ja: Wenn Du den lebensgroßen Teddy zuhause lässt, passt mehr in den Koffer ;)))

    • hongkongcitygirl said:

      Das mit Kaschmir (so heißt der Teddy ;) ) hab ich leider auch schon feststellen müssen … aber trotzdem vielen Dank für all die guten Wünsche! :)

  2. Oh Lara, das klingt so aufregend!
    Ich wünsche dir alles, alles Gute – das wird mehr als bestens =)
    Jeden Tag werde ich an dich denken und an deinen Lippen kleben (hier eben)
    –> der Blog sieht echt klasse aus!
    Ich freue mich so für dich… hab dich lieb, vergiss mich nicht.
    Deine Julia <3

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